Neue Koordinatorin

 

 

Liebe Freunde des Hospizvereins,

 

nun ist es soweit, ich habe meine Arbeit im Hospizverein aufgenommen und freue mich auf die Zusammenarbeit. Mein Name ist Angela Plath, ich bin 37 Jahre alt und komme aus der Nähe von Sibbesse. Ich bin Krankenschwester, mit  Palliativ Care Weiterbildung.

Nach meiner Ausbildung, habe ich einige Jahre, in der Altenpflege und Kinderintensivpflege gearbeitet. Zuletzt konnte ich schon Erfahrungen, als Koordinatorin im Hospizverein sammeln. 

Die Hospizarbeit erfordert einen vertrauensvollen und respektvollen Umgang miteinander, deshalb können Sie sich mit allen Fragen, vertrauensvoll an mich wenden. Ich freue mich, auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und darauf Sie in der nächsten Zeit kennenzulernen. 

Beste Grüße

Angela Plath


 

Hospizfahrt nach Göttingen

 

Am 14. August fand die alljährliche Busfahrt des Hospizvereins statt. Im Mittelpunkt der Tagesreise stand die Besichtigung des Hospizes der Stadt. Neben vielen wichtigen Informationen über das Leben und die Menschen in einem stationären Hospiz und auch die ambulante Begleitung der Menschen zu Hause konnten wir auch den wohl einmaligen Garten der Einrichtung bestaunen.

Begonnen wurde der Tag mit einer Stadtführung und einem gemeinsamen Mittagessen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden wohl noch lange an den schönen und informativen Tag in Göttingen denken.

Das Foto zeigt einen Teil der Gruppe vor dem berühmten Gänselieselbrunnen in Göttingen.

 

 

 


Besinnliche Abendspaziergänge

Wir möchten Sie einladen, gemeinsam mit uns besondere Orte neu zu erleben. Ein kleiner Spaziergang am Ende eines Tages bietet die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Und nicht jeder Mensch mag so gerne alleine gehen. Wir freuen uns darauf, Ihnen die Einzigartigkeit mancher Orte und Menschen nahe zu bringen durch kleine Geschichten oder Texte, die anregen und nachdenklich stimmen. Wir wollen uns begegnen, ohne besondere Absicht ein kleines Stück gemeinsam gehen, Neues kennenlernen und die Natur in Gesellschaft anderer Menschen mit allen Sinnen genießen. Kleine Impulse regen ein Öffnen der Sinne an und bieten somit die Möglichkeit an, das Umfeld und auch andere Menschen mit erhöhter Aufmerksamkeit wahrzunehmen.

Die Ehrenamtlichen unseres Vereins, Anke Schünemann und Regina Anke, haben verschiedene Spaziergänge geplant, die jeweils ca. eine ¾ Stunde dauern werden.

Informationen zum nächsten Spaziergang folgen in Kürze!

                     


Neuer Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter

 

Der ökumenische Hospizdienst Sarstedt e.V. und der Hospizverein  „Geborgen bis zuletzt“ bieten in diesem Jahr wieder gemeinsam einen Vorbereitungskurs zur Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen an. 

Die ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter/innen begleiten schwerkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Auch den Angehörigen stehen sie unterstützend zur Seite - in der häuslichen Umgebung, in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und in Krankenhäusern. Ein weiteres Angebot der Hospizvereine ist die Trauerarbeit in Form von individuellen Einzelgesprächen, Gruppengesprächen, Trauergruppen, einer Selbsthilfegruppe und ein offenes Trauercafé.

Die Hospizvereine freuen sich über engagierte Menschen, die die Hospizarbeit tatkräftig unterstützen möchten.

 

Bitte rufen Sie uns im Koordinatorenbüro an. Telefon: 05121 - 918 74-62

 



  

Feierstunde 15 Jahre Hospizverein

 

 Was fehlt, ist ein stationäres Hospiz

Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ besteht seit 15 Jahren

Hildesheim. Sterbende Menschen nicht beiseiteschieben, sondern begleiten, den Tod als Teil des Lebens nicht verdrängen, sondern bei der Bewältigung von Trauer helfen – dafür steht seit 15 Jahren der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ im evangelischen Kirchenkreisverband Hildesheim.

In der Nachkriegsgesellschaft sei der Umgang mit Tod und Sterben nicht mehr selbstverständlich gewesen, die Sorge für schwer kranke und alte Menschen zum Problem geworden, erinnerte der Vereinsvorsitzende Friedrich Wißmann an die Anfänge der Hospizbewegung. Die Familienmitglieder lebten häufig in verschiedenen Städten, Angehörige konnten sich nicht ausreichend um alte und kranke Verwandte kümmern. Riten und Traditionen, die früher bei Todesfällen Halt gaben, gerieten in Vergessenheit. „Die Zeit war reif für eine qualifizierte Begleitung Sterbender“, sagte Friedrich Wißmann.

Im Jahr 2002 begannen die ersten Ehrenamtlichen in und um Hildesheim mit der Arbeit, im Jahr 2008 dann wurden die verschiedenen Gruppen und Initiativen auf Anregung des Kirchenkreisverbands-Vorsitzenden Christian Castel zu einem Verein zusammengeführt. Inzwischen sind rund 100 ehrenamtliche Sterbe- und TrauerbegleiterInnen für den Verein „Geborgen bis zuletzt“ tätig.                  

Ihr Einsatz in einem Gebiet, das von Coppenbrügge bis Hildesheim, Bockenem und Hoheneggelsen reicht, wird von Martin Sohns und Rita Willke koordiniert. Außerdem kooperiert „Geborgen bis zuletzt“ mit dem Ökumenischen Hospizdienst Sarstedt und arbeitet mit dem Kinderhospiz Löwenherz und zahlreichen anderen Einrichtungen zusammen. Die Ehrenamtlichen begleiten die Sterbenden und ihre Angehörigen zu Hause, im Krankenhaus oder im Altenheim.

Was Hildesheim fehle sei ein stationäres Hospiz, sagte Friedrich Wißmann. Oft sei es Angehörigen nicht möglich, ihre schwer kranken Verwandten beispielsweise in einem Hospiz in Hannover häufig genug zu besuchen. Den Wunsch nach einer Einrichtung in der Nähe hörten die Mitarbeitenden des Vereins daher immer wieder. Mit einem engagierten Träger würde der Verein „Geborgen bis zuletzt“ gern zusammenarbeiten, so der Vorsitzende.

Statt der üblichen Geburtstagsblumen hatte Superintendent Mirko Peisert unter dem Titel „Schau an der schönen Gärten Zier“ einen Blumen-Vortrag zur Feier des 15-jährigen Bestehens mitgebracht. Die Gartengestaltung liege in Deutschland gerade sehr im Trend, berichtete Peisert. Allerdings gab er keine gärtnerischen Tipps, sondern berichtete viel mehr von den zahlreichen bildlichen Bezügen zu Gartenthemen in der Bibel.

                    

Im 16. Jahrhundert sei es dann Erasmus Alberus gewesen, der mit seiner Predigt über das Stiefmütterchen als Sinnbild der Dreifaltigkeit einen Boom der Pflanzenpredigten in Gang setzte. Auch für die Themen Sterben und Auferstehung fanden die Prediger damals Bilder aus der Gartenwelt, entsteht doch aus den Samen scheinbar toter Pflanzen immer wieder neues Leben. Superintendent Mirko Peisert sprach über gärtnerische Bilder in den Predigten des 16. Jahrhunderts.

                   

Passend zum Thema seines Vortrags erhielt Superintendent Mirko Peisert vom Vereinsvorsitzenden Friedrich Wißmann als Dankeschön Imkerhonig.

                   

 

                   

Sie freuen sich über das 15-jährige Bestehen des Vereins „Geborgen bis zuletzt“: Der Vorsitzende Friedrich Wißmann (Mitte) mit Superintendent Mirko Peisert und Christian Castel, Vorsitzender des Kirchenkreisverbandes Hildesheim.

 

 

                   

Der Vorstand des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“ und der Vorsitzende des Ökumenischen Hospizdienstes Sarstedt, Pastor Hans-Peter Borcholt (ganz links): Cordula Stepper, Friedrich Wißmann, Helga Anton, Matthias Böning, Silvia Hagedorn, Rita Willke, Martin Sohns und Mitgründer Martin Drömann.

Text und Fotos: Wiebke Barth


 

 

Trauerbegleiterinnen im Hospizverein eingeführt 

Der Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ war zu Gast in der Lukaskirche in Ochtersum und sorgte für ein volles Haus.14 Trauerbegleiterinnen im Hospizverein waren in einem neunmonatigen Ausbildungskurs auf ihr Amt vorbereitet worden und treten nun in die Praxis ein. Sie wurden im Rahmen des Gottesdienstes für ihr Amt gesegnet und vom Vorstand beauftragt.

Der Hospizverein , der sich im wesentlichen mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um Menschen in ihrer letzten Lebensphase kümmert, hat die Ausbildung im Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz, dessen Vorsitzender Ulrich Domdey auch anwesend war, als Modell organisiert und wird dies nach einigen Monaten des Praxiseinsatzes evaluieren. Die Nachfragen nach Trauerbegleitung sind in letzter Zeit erheblich gestiegen, wie Vorsitzender Friedrich Wißmann ausführte, so dass die wenigen bereits neben ihrer Sterbebegleitung ausgebildeten Ehrenamtlichen durch eigenständige Trauerbegleiter entlastet werden müssen. Den Gottesdienst gestaltete Pastorin Nora Steen mit einigen der neuen Trauerbegleiterinnen. Nora Steen schlug in ihrer beeindruckenden Predigt den Bogen von der Emausgeschichte zu den heutigen Problemen der Trauer, für die sich häufig nicht die notwendige Zeit genommen werde. Wohlgemeinte Ratschläge helfen nicht, wohl aber eine einfühlsame Begleitung und die Bereitschaft, den Trauernden zuzuhören und mit ihren Gefühlen ernst zu nehmen. Auch Friedrich Wißmann mahnte an, das die Gesellschaft wieder Sterben, Tod und Trauer stärker in den Blick nehmen müsse und den Menschen geholfen werden sollte, entlastende Rituale zu finden. Tod und Trauer gehören zum Leben. Das betonte auch Bürgermeisterin Beate König, die OB Dr. Meyer als Vertreterin der Stadt vertrat. Ihre einfühlsamen Worte rundeten die Veranstaltung ab. Mit eingesegnet wurde eine Hospizbegleiterin, die eine intensive Ausbildung zur Kinderhospizbegleiterin beim Kinderhospiz Löwenherz absolviert hatte und nun diese Arbeit aufnimmt.

Beim anschließenden Steh-Kaffee sind viele Erfahrungen über Sterben, Tod und Trauer ausgetauscht worden.

Die Trauerbegleitung ist unter der Hospiz – Telefon Nummer 05121-9187462 erreichbar.


Es kommt auf das eigene Herz an

Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“ führt neue Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter mit einem Gottesdienst in ihr Ehrenamt ein

 Hildesheim. „Was du tust, das könnte ich nicht“, hören Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen oft, wenn sie im Bekanntenkreis von ihrer ehrenamtlichen Aufgabe erzählen. Und doch haben wieder zehn Frauen und zwei Männer die einjährige Ausbildung abgeschlossen, um Sterbenden bei ihrem Abschied beizustehen. Sie erhielten in einem Gottesdienst den Segen für ihre künftige Aufgabe im Hospizverein „Geborgen bis zuletzt“. Pastorin Anke Garhammer-Paul begrüßte sie und ihre Angehörigen in der voll besetzten evangelisch-lutherischen Markuskirche.

Einfach werde diese Aufgabe sicher nicht, sagte Pastorin Christine Aden-Loest in der Predigt. „Aber wer hat gesagt, dass es einfach ist? Sterben ist die größte Herausforderung an unser Menschsein.“ Beim Abschied mit einem Menschen „mitzugehen und manchmal nichts tun zu können“, das sei nur zu bewältigen, wenn das Herz für diese Aufgabe schlage.

Die zwölf neuen Hospizbegleiterinnen und Begleiter seien in den Kursen gut auf diese Herausforderungen vorbereitet worden, hätten sich auch mit ihrer eigenen Haltung zu Tod und Sterben konfrontiert. Doch sie hätten auch gelernt, dass es keinen Handlungsplan gebe, keine Sicherheit für jede Situation. Letztlich müsse sich jeder und jede auf das eigene Herz verlassen, sagte Pastorin Aden-Loest. Sie hatte mit Martin Sohns und Maria Breitkopf das Ausbildungsteam für die Gruppe gebildet.

Die Hospizbewegung sei eine Reaktion auf veränderte gesellschaftliche Verhältnisse, sagte Friedrich Wißmann, Vorsitzender des Hospizvereins „Geborgen bis zuletzt“ in seinem Grußwort im Anschluss an den Gottesdienst. Wenn Familien weit verstreut wohnten, die erwachsenen Kinder eingebunden in Beruf und Kindererziehung, blieben Sterbende häufig allein. „Wir versuchen diese Lücke zu schließen.“ In Hildesheim fehle jedoch noch ein stationäres Hospiz.

Der Verein kann rund 85 ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter einsetzen. Daher müsse zurzeit niemand abgewiesen werden, der Hilfe wünsche, erläutert der Vorsitzende. Die Verstärkung sei aber willkommen, da Begleiterinnen und Begleiter sich nicht überfordern sollten und zwischen ihren Einsätzen auch eine Auszeit nötig hätten. Vorsitzender Wißmann und Vorstandsmitglied Helga Anton dankten den neuen Ehrenamtlichen mit einer Urkunde und einer Rose.

Im Juni werden erstmals auch Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter in ihr Amt eingeführt, um auf die wachsende Nachfrage nach Unterstützung für Angehörige zu reagieren. Außerdem findet im Altenheim Am Steinberg an jedem ersten Sonnabend im Monat ein offenes Trauercafé statt.

Bei der ambulanten Pflege müsse aufgrund der Zwänge des Marktes auf die Zeit gesehen werden, sagte Christian Castel, Vorstandsvorsitzender des Kirchenkreisverbandes Hildesheim. Dabei sei doch oft mehr Begleitung und Muße für ein mitfühlendes Wort notwendig. Daher sei es gut, dass der Hospizverein diese Lücke schließe. Oberbürgermeister Ingo Meyer dankte den Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern ebenso wie die stellvertretende Landrätin Margret Köster.

Text: Kultur & Kommunikation (Wiebke Barth)