Neuer Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleiter

Der ökumenische Hospizdienst Sarstedt e.V. und der Hospizverein "Geborgen bis zuletzt" bieten in diesem Jahr wieder gemeinsam einen Vorbereitungskurs zur Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen an.

Die ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter/innen begleiten schwerkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Auch den Angehörigen stehen sie unterstützend zur Seite - in der häuslichen Umgebung, in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und in Krankenhäusern. Ein weiteres Angebot der Hospizvereine ist die Trauerarbeit in Form von individuellen Einzelgesprächen, Gruppengesprächen, Trauergruppen, einer Selbsthilfegruppe und ein offenes Trauercafé.

Die Hospizvereine freuen sich über engagierte Menschen, die die Hospizarbeit tatkräftig unterstützen möchten.

Bitte rufen Sie uns im Koordinatorenbüro an. Telefon: 05121 918 74 62

 


Trauerbegleiterinnen im Hospizverein eingeführt

Der Hospizverein "Geborgen bis zuletzt" war zu Gast in der Lukaskirche in Ochtersum und sorgte für ein volles Haus. 14 Trauerbegleiterinnen im Hospizverein waren in einem neunmonatigen Ausbildungskurs auf ihr Amt vorbereitet worden und treten nun in die Praxis ein. Sie wurden im Rahmen des Gottesdienstes für ihr Amt gesegnet und vom Vorstand beauftragt.

Der Hospizverein, der sich im wesentlichen mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern um Menschen in ihrer letzten Lebensphase kümmert, hat die Ausbildung im Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz, dessen Vorsitzender Ulrich Domdey auch anwesend war, als Modell organisiert und wird dies nach einigen Monaten des Praxiseinsatzes evaluieren. Die Nachfragen nach Trauerbegleitung sind in letzter Zeit erheblich gestiegen, wie Vorsitzender Friedrich Wißmann ausführte, so dass die wenigen bereits neben ihrer Sterbebegleitung ausgebildeten Ehrenamtlichen durch eigenständige Trauerbegleiter entlastet werden müssen.
Den Gottesdienst gestaltete Pastorin Nora Steen mit einigen der neuen Trauerbegleiterinnen. Nora Steen schlug in ihrer beeindruckenden Predigt den Bogen von der Emausgeschichte zu den heutigen Problemen der Trauer, für die sich häufig nicht die notwendige Zeit genommen werde. Wohlgemeinte Ratschläge helfen nicht, wohl aber eine einfühlsame Begleitung und die Bereitschaft, den Trauernden zuzuhören und mit ihren Gefühlen ernst zu nehmen. Auch Friedrich Wißmann mahnte an, das die Gesellschaft wieder Sterben, Tod und Trauer stärker in den Blick nehmen müsse und den Menschen geholfen werden sollte, entlastende Rituale zu finden. Tod und Trauer gehören zum Leben.
Das betonte auch Bürgermeisterin Beate König, die OB Dr. Meyer als Vertreterin der Stadt vertrat. Ihre einfühlsamen Worte rundeten die Veranstaltung ab. Mit eingesegnet wurde eine Hospizbegleiterin, die eine intensive Ausbildung zur Kinderhospizbegleiterin beim Kinderhospiz Löwenherz absolviert hatte und nun diese Arbeit aufnimmt.

Beim anschließenden Steh-Kaffee sind viele Erfahrungen über Sterben, Tod und Trauer ausgetauscht worden.

Die Trauerbegleitung ist unter der Hospiz–Telefonnummer 05121 918 74 62 erreichbar.